Luzerne Saatgut als Zwischenfrucht und Gründünger

Luzerne Samen und SaatgutDie Luzerne, auch bekannt unter den Bezeichnungen „Ewiger Klee“, „Schneckenklee“ oder „Alfalfa“, gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Innerhalb von Mitteleuropa findet ihr Anbau als Feldpflanze statt, wobei sie fortlaufend verwildert. Dadurch stößt man auf die Luzerne oftmals auf Halbtrockenrasen, Trockenwiesen sowie an Feldrändern. Bereits im frühen Persien gehörte die Luzerne zu den wichtigen Futterpflanzen der Pferde. Diversen Berichten nach kam der Ewige Klee bereits 470 vor Christus nach Griechenland; anschließend wurde er nach Italien sowie Amerika gebracht. Im Jahre 1699 gelangte die Pflanze schließlich nach Deutschland und verbreitete sich innerhalb von Mitteleuropa. Hierzulande wird die Luzerne unter anderem gerne zur Gründüngung eingesetzt.
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Luzerne als Gründünger

Die Aussaat der Luzerne erfolgt zwischen März und August, wobei die Saattiefe bei etwa zwei bis drei Zentimeter liegen sollte. Da die Pflanze mehrjährig sowie frosthart ist, bietet sie sich auf ideale Weise als winterharte Gründüngung an. Luzerne wächst bis zu einem Meter in die Höhe und bildet sehr schöne blau-violette Blüten. Ebenfalls beeindruckend ist ihr weitreichendes Wurzelsystem, das sich durchaus über 4,5 Meter hinweg ausdehnt. Dank der tiefen Pfahlwurzeln kommt es zu einer sehr guten Auflockerung des Erdreichs. Dementsprechend ist der Schneckenklee vor allem auch für verdichtete, schwere Böden empfehlenswert. Ist das Erdreich bereits stark beschädigt, kann die Luzerne für eine nachhaltige Verbesserung des Bodens über zwei bis zu drei Jahren hinweg angebaut werden. In einem solchen Fall sollte man den Ewigen Klee jedoch zumindest einmal jährlich, nach der Blütezeit, schneiden. Der Schneckenklee trägt zur Beschattung bei, wird während der kalten Jahreszeit auf dem Boden liegen gelassen und anschließend im Frühjahr in die Erde eingearbeitet. Die Luzerne ist dazu in der Lage, Stickstoff aus der Luft anzusammeln, sodass es zu einer Stickstoffanreicherung im Boden und somit zu einer Verbesserung des Erdreichs kommt. Hiervon profitieren auch die heimischen Gemüse- und Blumenbeete. Da der Ewige Klee zudem sehr proteinreich ist,  wird der Beschnitt gerne für die verschiedensten Haustiere als Grünfutter verwendet. Des Weiteren weist die Pflanze einen hohen Gehalt an Rohfaser, Lysin und Vitaminen auf. Da der Ewige Klee außerdem zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler gehört, sollte die Anpflanzung zur Gründüngung weder vor, noch nach Bohnen und Erbsen erfolgen. Oftmals wird die Luzerne zu diesem Zweck zusammen mit weiteren Pflanzen, wie zum Beispiel Phacelia und Gelbsenf, angebaut.

Luzerne als Bienenweide im Garten und auf dem Acker

Zwischen den Monaten Juni bis September begeistert die Luzerne mit ihren herrlichen, blau-violetten Blüten. Diese weisen die charakteristische Schmetterlingsblütenform auf, die zugleich eine sehr gefragte Bienen- und Hummelweide sind. Als Bestäuber dienen der Pflanze jedoch vor allem Hummeln. Zudem wird die Luzerne bei einer Vielzahl an Schmetterlingsarten als wertvolle Nektarquelle angesehen. Dazu gehören auch viele seltene Arten. Im Anschluss an die Blüte entwickeln sich ab dem Monat August die Früchte des Ewigen Klees. Die schneckenförmig wachsende Fruchthülse, die in der Regel etwa eineinhalb bis drei Schraubenwindungen aufweist, trägt die Schuld an der Bezeichnung „Schneckenklee“. Die Fruchthülse kommt auf einen Durchmesser von einem halben Zentimeter. Der Samen wird mithilfe des Windes sowie ebenfalls durch diverse Huftiere verbreitet.

Boden, Standort und Pflege

Die Aussaat der Luzerne ist als Direktaussaat möglich. Außerdem hat die Luzerne lediglich geringe Bodenansprüche. Am besten für die Keimung geeignet ist ein tiefgründiger, leicht kalkhaltiger sowie nur mäßig nährstoffreicher Boden. Zudem fühlt sich die Pflanze in einem eher trockenen Erdreich wohler als in einem zu nassen Boden. Staunässe ist somit unbedingt zu vermeiden. Des Weiteren benötigt der Ewige Klee einen warmen und sonnigen Standort. Abgesehen davon, dass bis zum Einwachsen der jungen Pflanzen regelmäßiges Gießen notwendig ist, sind für den Ewigen Klee keine weiteren Pflegemaßnahmen notwendig. Tierhalter, die die Luzerne als Grünfutter verwenden, können bereits ab einer Wuchshöhe von 15 Zentimeter Schnittmaßnahmen durchführen. Zur Gründüngung wird die Luzerne idealerweise vor der Reifung der Samen abgemäht. Wie bereits oben erwähnt, wird das Schnittgut anschließend als Mulch ganz einfach auf dem Boden belassen. Wer den Schneckenklee nicht den Winter über stehen lassen und im Frühling untergraben möchte, kann die Pflanzenteile aber auch bereits im Herbst flach untergraben. Außerdem ist die Luzerne ein aus ökologischer Sicht wertvoller Wegbegleiter, der beispielsweise ebenfalls sehr gut an unzugänglichen Stellen angebracht werden kann. Im Garten bleibt die Luzerne ganz einfach durch Selbstaussaat erhalten; vorausgesetzt, es wird zugelassen, dass die Samenstände der Pflanze ausreifen. Um gezielt Saatgut zu erhalten, werden zunächst die reifen Früchte gesammelt und anschließend gut getrocknet. Danach ist es wichtig, die Samen kühl sowie dunkel zu lagern um sie im Frühling am gewünschten Ort breitflächig auszusäen.


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