Senf Saat als Zwischenfrucht und Gründünger

Gelbsenf SaatAls Nutzpflanze im heimischen Garten ist Senf noch nicht allzu bekannt. Doch immer mehr Hobbygärtner entdecken die Pflanze aus den verschiedensten Gründen für sich. So bietet sich Senf-Saat zum Beispiel ganz hervorragend zur Gründüngung und als Bienenweide an.
Dazu kommt, dass die herrlichen, gelben Blüten regelrechte Eyecatcher sind und somit beispielsweise nicht nur in einem Bauerngarten wunderbar zur Geltung. Außerdem ist es möglich, aus den Körnern Senf herzustellen.
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Senf Saat zur Gründüngung

Senfsaat kaufenSenf-Saat wird zur Gründüngung zwischen den Monaten Mai und Oktober ausgesät. Hierzu bieten sich sämtliche Senf-Sorten, wie etwa der beliebte Gelbsenf, an. Der Senf sollte im Jahr am besten erst spät, dafür jedoch direkt nach der Ernte des vorhandenen Gemüse, ausgesät werden. Sobald die Pflanzen ausreichend herangewachsen sind, kann man sie abschneiden. Danach sind zunächst keine weiteren Maßnahmen notwendig: Die Pflanzenteile bleiben ganz einfach an Ort und Stelle liegen. Der ideale Zeitpunkt für die Schnittmaßnahmen ist vor der Blüte, denn dann sind keine Samen vorhanden, die im folgenden Jahr keimen und sich im Garten, beziehungsweise im Gemüsebeet, störend auswirken. Bei einer sehr späten Aussaat ist es oftmals so, dass vor dem Frost noch keine Blütenbildung eingetreten ist, wodurch es nicht notwendig ist, die Pflanze abzuschneiden. Dementsprechend lässt man sie ganz einfach stehen. Durch die niedrigen Temperaturen wird der Senf erfrieren und somit auf der Fläche bleiben. Wichtig ist, dass man die Pflanzen während der kompletten, kalten Jahreszeit im Garten belässt, da sie den Boden schützen. Im Frühjahr ist es dann Zeit, die restlichen Pflanzenteile unterzugraben. Auf diese Weise liefern sie wertvolles, organisches Material, das dem Aufbau von Humus dient. Außerdem lockert Senf, dank seiner tief in den Boden reichenden Wurzeln, die Erde auf, wodurch es zu einer Verbesserung des Bodenlebens kommt. Eine Gründüngung mit Senf bietet sich beispielsweise nicht nur im Gemüsebeet, sondern ebenfalls zur Vorbereitung für Blumenbeete und Rasenflächen sehr gut an. Zu beachten ist jedoch, dass es sich bei Senf um einen Kreuzblütler handelt. Somit kann die Pflanze als Zwischenfrucht und Gründünger auf sämtlichen Flächen eingesetzt werden, auf denen in den letzten drei Jahren kein anderer Kreuzblütler gewachsen ist. Zudem ist ebenfalls in den drei darauffolgenden Jahren auf den Anbau von jeglichem Kreuzblütler zu verzichten. Andernfalls besteht ein hohes Risiko durch die Übertragung von Krankheiten. Dementsprechend ist es sehr wichtig, auf die jeweilige Fruchtfolge zu achten.

Senf als Bienenweide und gegen Unkraut

Gelbsenf, als Beispiel, begeistert jedoch nicht nur rein optisch mit seinen zahlreichen, gelben Blüten, sondern diese bieten zugleich Nahrung für die verschiedensten Insekten. So freuen sich über den Anbau des Senfs unter anderem Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Dadurch leisten Hobbygärtner mit dem Senfanbau ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Tiere über andere Insekten hermachen, die für die weiteren Pflanzen im Garten eine Gefahr darstellen. Zusätzlich punkten die Senf-Pflanzen mit ihrer Schnellwüchsigkeit. Unkraut hat somit, sobald es zur Keimung des Senfs kommt, fast keine Chance mehr. Doch die Pflanze wächst nicht nur sehr schnell, sondern es entsteht ebenfalls eine dichte Bodenbedeckung, was wiederum dazu führt, dass auch langsam wachsendes Unkraut unterdrückt wird. Dementsprechend bietet sich das Aussäen der Senf-Saat zum Beispiel auch dann ganz hervorragend an, wenn auf einem freien Feld das Unkraut-Wachstum verhindert, beziehungsweise stark eingeschränkt werden soll. Beachtet werden muss hierbei jedoch, dass bereits vorhandenes, hochstehendes Unkraut zunächst von Hand zu entfernen ist, da Senf nicht dazu in der Lage ist, dieses zu überwachsen.

Senfsamen ernten und Senf herstellen

Senfsamen für die BienenweideDrei Wochen nach der Aussaat können die Blätter der Pflanze bereits geerntet werden. Sie bieten sich zum Beispiel wunderbar für Suppen, in Salaten oder zum Würzen an. Die Blütezeit der Pflanze ist im Juni; danach kommt es zur Samenbildung. Ab diesem Zeitpunkt verlieren die Blätter ihr typisches Aroma, sodass man sie nicht mehr ernten sollte. Erntereif sind die Schoten, die die Samen enthalten, wenn diese eine hellgelbe Farbe aufweisen und trocken sind. In der Regel kann hiermit im September oder Oktober gerechnet werden. Dann erntet man die Schoten, löst die Samen heraus und trocknet sie für ungefähr vier Wochen. Der Vorgang kann ganz einfach auf einer Lage Zeitungen durchgeführt werden. Sobald die Samen vollständig getrocknet sind, lassen sie sich auf unterschiedliche Arten verwenden, wie etwa zum Würzen diverser Gerichte. Alternativ ist aber auch die Herstellung von Senf möglich. Allerdings wird ungefähr ein Quadratmeter Anbaufläche benötigt, um ein Glas Senf zu produzieren. Die Herstellung selbst ist nicht allzu schwierig: Als Erstes werden die Körner mithilfe eines Mörsers zerstoßen oder sehr fein gemahlen. Anschließend gibt man Wasser dazu und lässt die Körner aufquellen. Währenddessen wird Essig, Zucker und Salz so lange erwärmt, bis sich alles aufgelöst hat. Auf Wunsch ist es zusätzlich möglich, diverse Gewürze sowie Kräuter dazuzugeben. Sobald die Mischung abgekühlt ist, rührt man sie unter die gemahlenen Senfkörner. Danach lässt man das Ganze noch ziehen und rührt lediglich hin und wieder um. Im Kühlschrank ruht der fertige Senf noch für wenige Tage, bis man es sich schließlich schmecken lassen kann.


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