Stallhygiene bei Hühnern und Küken

Stallhygiene für Hühner und Geflügel


Wenn der Käufer in den Supermarkt geht, findet er in der Fleischabteilung jede Menge Hühnerfleisch, Hähnchen, Hühnerbrust -Flügel,... zu den unterschiedlichsten Preisen. Viel hört der Interessierte über die Massentierhaltung, über riesengroße Hühnerfarmen, Ställe, die nicht so recht den Hygienevorschriften entsprechen,
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in denen massenhaft Hühner sterben, und deshalb auch im großen Stil Antibiotika verschrieben bekommen. 

Krankheitserreger im Hühnerstall

Zu den blutsaugenden Schädlingen im Hühnerstall zählt die rote Vogelmilbe. Sie ist ungefähr einen Millimeter groß und saugt den Tieren das Blut aus. Sie kann bei den Vögeln zu Blutarmut führen. Die Tiere werden schneller krank, und ihre Konstitution wird schlechter. Küken können auch schon bei geringem Befall eingehen. Die Milben sitzen bei Tage versteckt in den Wandritzen oder unter den Sitzstangen und befallen nachts die Hühner, um sie auszusaugen. Zur biologischen Bekämpfung der roten Vogelmilbe gibt es Raubmilben, welche die roten Vogelmilben fressen. 

Eine weitere Schädlingsart sind die Federlinge. Was bei den haarigen Tieren die Läuse sind, sind bei den Vögeln die Federlinge. Es sind Insekten ohne Flügel, die im Gegensatz zu Flöhen kein Blut aussaugen, sondern von den Sekreten und Schuppen der Haut leben. Diese Parasiten beunruhigen die Hühner und stören sie stark. 

Mit Stalldesinfektion gegen Milben bei Hühnern vorgehen

Zusätzlich ist eine gründliche Reinigung und Stalldesinfektion absolut notwendig, auch als Vorsichtsmaßnahme. Der Stall sollte möglichst sauber gehalten werden, damit sich die Parasiten gar nicht erst ausbreiten können. Auch die Sitzstangen sollten möglichst oft gereinigt werden und zur Desinfektion mit Karbolineum behandelt werden. Es empfielt sich, die Hühner mit Insektenvertilgungsmittel zu bepudern. Sie sollten immer die Möglichkeit haben, sich im Staub zu baden. 

Hygiene ist die wichtigste Grundbedingung im Hühnerstall, auch um den Ausbruch der gefürchteteen Salmonellen zu verhindern.

Einsatz von Antibiotika bei der Geflügelmast 

Leider werden bei der Hühnerzucht viel zu viele Antibiotika eingesetzt. Schon im Kükenstadium beginnt die Gabe von Antibiotika, und während der Aufzucht bekommen die Hühner etwa bis zu acht verschiedene Antibiotika zugesetzt. In der Hauptsache, um die verschiedenen Keime abzutöten, vielleicht auch, um das Wachstum zu beschleunigung. Das hat leider oft zur Folge, dass verschiedene Resistenzen der Krankheitserreger entstehen und gefährlich für den Menschen werden. Wünschenswert wäre eine geringere Anzahl von Tieren in einem Stall, mehr Platz und Auslauf für die einzelnen Vögel, artgerechtes Futter, so dass weniger oft Krankheiten ausbrechen können. Höhere Preise der einzelnen Hähnchen im Supermarkt wären dann wohl auch die Folge. 

 




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